Rehabilitationseinrichtung Four Steps - Waldhausen

Kurz- Mittelzeittherapie

Lage:

Die Reha Einrichtung befindet sich in Lorch-Waldhausen in einem ehemaligen Café im Stil der 50er Jahre mit Atmosphäre und schönem Garten. Unsere Lage in der weiteren Umgebung von Stuttgart bietet auch einen guten Ausgangspunkt für eine Neuorientierung nach erfolgreicher Therapie. Unsere Einrichtung ist leider nicht barrierefrei.

Zielgruppe und Therapiedauer:

Wir behandeln jugendliche und erwachsene drogenabhängige Frauen und Männer. Die Einrichtung beherbergt zwei verschiedene Behandlungsprogramme. Beide Therapieprogramme können sehr gut als stationäre Phase mit einer ambulanten Therapie kombiniert werden.

Kurzzeittherapie bis 3 Monate:

Die Kurzzeittherapie dauert in der Regel 3 Monate. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt im Bereich der Psychotherapie. Wer in dieses Programm aufgenommen werden möchte sollte beruflich eine klare Perspektive und noch eine soziale Einbindung haben.

Mittelzeittherapie von 4 - 6 Monaten:

Die Mittelzeittherapie dauert zwischen 4 und 6 Monaten. Neben der Psychotherapie liegen die Schwerpunkte der Behandlung im sozialen Lernen und in der Vorbereitung auf eine berufliche Existenz. Daher gehört hier ein externes Betriebspraktikum zum Therapieprogramm.

Behandlungsplätze:

Das Zentrum für Kurz- und Mittelzeittherapie von Four Steps bietet 24 Therapieplätze an. Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich der Drogentherapie.
Das Reha Zentrum für Kurzzeittherapie in Waldhausen ist eine Abteilung von "FOUR STEPS". Es arbeitet im engen Verbund mit den anderen Therapieprogrammen, die "FOUR STEPS" in Schorndorf (11 km westlich) und in Fellbach (30 km westlich) anbietet. In Schorndorf sind die Langzeittherapie, das Mittelzeitprogramm in der Langzeittherapie (MILAN) sowie die stationäre Nachsorgewohngruppe in der Ulrichstraße zu finden. Die Adaptionsphase und die Tagesklinik befinden sich in Fellbach. Ganz in unserer Nähe bietet die Fachambulanz auch eine ambulante Therapiegruppe in Schwäbisch Gmünd (10 km östlich) an.

Team:

Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team, das sich aus einer/m Ärztin/Arzt und erfahrenen Therapeutinnen und Therapeuten aus den Bereichen Psychologie, Diplom-Pädagogik, Sozialpädagogik und Arbeitserzieher und Verwaltungsfachkräften zusammensetzt

 

 

Therapieverlauf:

Am Beginn der stationären Therapiephase steht in den ersten zwei Wochen eine ausführliche Lebensbilanz. Hierzu gibt es Gespräche mit den verschiedenen Fachleuten des Mitarbeiterteams, über Fragebögen wird noch einmal die Reflektion des eigenen Lebens angeregt. In der Therapiegruppe stellt sich jeder mit seinem bisherigen Leben und mit seinem eigenen Zukunftsentwurf vor. Auf der Grundlage dieser Lebensbilanz werden die konkreten Therapieziele erarbeitet. Der weitere Therapieverlauf wird in seinen Schwerpunkten individuell abgesprochen und orientiert sich an den Therapiezielen des Einzelnen. Während der Bearbeitung der Therapieziele werden die Zweifel, die Schwierigkeiten, die Ängste und Hoffnungen noch einmal sichtbar, die mit dem Schritt zum cleanen Leben verbunden sind. In der Endphase der Therapie soll sich jeder eine Form der weiteren Betreuung und Unterstützung aufbauen: Damit die Zeit in Waldhausen nicht umsonst war und die Ziele auch im Alltag zu Hause umgesetzt werden können. Das können Selbsthilfegruppen, ambulante Therapiegruppen, niedergelassene Psychotherapeuten, die Tagesklinik oder stationäre Nachsorgewohngruppen sein.

Psychotherapie:

Die Therapeutische Kleingruppe steht im Zentrum der Therapie. Jeweils 6 - 7 Klienten arbeiten hier intensiv mit ihrem Bezugstherapeuten zusammen. In der Therapiegruppe wird fortlaufend der Therapieprozess des Einzelnen sichtbar. Hier ist ein geschützter Rahmen, in dem auch schwierige Themen angesprochen und durchgearbeitet werden können. Die Therapiegruppe findet in der Mittelzeittherapie 3 mal in der Woche, im Kurzzeitprogramm 5 mal in der Woche statt. In einzeltherapeutischen Sitzungen werden ergänzend individuelle Fragen geklärt. Zu wichtigen Fragen werden auch die Angehörigen zu gemeinsamen therapeutischen Sitzungen hinzugezogen.

Medizin:

Wichtig ist uns eine gesamtheitliche Sichtweise des Menschen. Ausgehend von der Vorstellung, dass Körper und Psyche in enger Wechselbeziehung stehen, versuchen wir gemeinsam mit unseren Klienten bei Beschwerden ein Verständnis für diese Zusammenhänge zu erarbeiten. In der ersten Zeit nach dem Entzug versuchen wir den Genesungsprozess durch Ohrakupunktur zu unterstützen. Die Ohrakupunktur verhilft zu innerer Ruhe und Entspannung, und sie kann Drogenverlangen lindern. Darüber hinaus bieten wir individuelle Akupunktur z.B. bei Kopf- und Rückenschmerzen, bei Heuschnupfen und anderen Störungen. Wir informieren ausführlich über Suchtfolgekrankheiten wie Hepatitis und HIV-Infektion. Nach sorgfältiger Klärung kann während der Therapie eine Behandlung begonnen werden. Bei den Schwierigkeiten einer Hepatitis C Behandlung sind wir für eine enge Begleitung und Unterstützung da und motivieren zum Durchhalten. Sind neben der Suchterkrankung gravierende psychische Störungen vorhanden, kümmern wir uns um die Diagnostik und eine entsprechende Therapie ggf. auch mit Medikamenten.

Arbeitstherapie:

Wir funktionieren wie eine übergroße Wohngemeinschaft. Im Durchschnitt sind wir ca. 24 Bewohner. Die interne Arbeitstherapie besteht hauptsächlich aus der anfallenden "Hausarbeit". Für die größeren Arbeitsbereiche (z.B. Küche, Entsorgung, Instandsetzungs-Werkstatt, Fahrradwerkstatt, Hauswäsche) gibt es eine gezielte Anleitung.

Berufsvorbereitung:

In der beruflichen Vorbereitung wird über mehrere Schritte die zukünftige berufliche Perspektive erarbeitet.

  • Analyse der Fähigkeiten!
  • Welche Interessen bestehen und wie kann daraus eine berufliche Tätigkeit abgeleitet werden?
  • Welche Perspektiven gibt es auf dem Arbeitsmarkt?
  • Welche konkreten Schritte (Umschulungsmaßnahmen, Bewerbungen, Arbeitsplatzsuche) müssen unternommen werden?
  • Welches Betriebspraktikum ist das richtige?

Thematische Gruppen:

Alle zwei Wochen steht der Donnerstagnachmittag im Zeichen einer Thematischen Gruppe, an der alle Bewohner teilnehmen. Es gibt viele Informationen, die eigenen Erfahrungen zum Thema werden aufbereitet und es gibt noch einmal Anregungen zum Nachdenken.

Einige Beispiele für Themengruppen, die häufig im Angebot sind:

Wie funktioniert das mit der Sucht?

Hier gibt es Informationen über das Zusammenwirken der sozialen, seelischen und biologischen Zusammenhänge bei der Entstehung der Sucht.

Alkohol - ein Problem?

Häufig wird die Alkoholgefährdung unterschätzt von Menschen, die von sogenannten "harten Drogen" abhängig waren. Über die Zusammenhänge und Gefahren wird informiert.

Selbsthilfe - wozu?

Regelmäßig kommen Ehemalige zu uns, die sich jetzt in Selbsthilfegruppen organisiert haben, und berichten über ihre eigenen Erfahrungen.

Motivation - was tun, wenn sie mal fehlt?

Jeder hat im Verlauf seiner Tharapie, aber auch später immer mal ein "Tief" zu überwinden. Was hat dies mit Veränderungsbereitschaft und mit Ängsten vor Veränderung zu tun?

Aggressionen - wohin damit?

Wohin mit Aggressionen, wenn sie da sind? Und wie kann ich dafür sorgen, dass ich früh genug merke, dass sie da sind? Eine Anleitung zum guten Umgang mit Aggressionen.

Freizeitgestaltung - was tun, wenn ich nicht weiß was mir gut tut?

Clean leben heißt auch wieder einen normalen Lebensrhythmus zu gestalten. Was soll ich jetzt anfangen mit meiner Freizeit?

Vom Weggucken zum Hingucken

Eine Einführung in die wichtige Technik meinen eigenen Lebensweg Wert zu schätzen und als Fundament für meine Zukunft zu akzeptieren.

Spezielle Angebote:

ESSSTÖRUNGEN
Wir bieten eine gezieltes therapeutisches Angebot, wenn neben der Suchtmittelabhängigkeit auch noch eine Essstörung besteht. Unsere Grundhaltung: Wir akzeptieren dieses Störungsbild und arbeiten mit der Symptomatik und der damit verbundenen Suchtdynamik. Ziel ist es, die eigenen Kräfte zur Stabilisierung zu fördern. Neben einer umfassenden Einzelbetreuung gibt es ein abteilungsübergreifendes Gruppenangebot.


THC-ABHÄNGIGKEIT
Wir sind darauf eingerichtet, Klienten mit einer vorwiegenden THC-Abhängigkeit bei uns zu behandeln. Grundlage ist dabei unser individueller Zugang zu jedem Einzelnen. Wir berücksichtigen die notwendige Einbindung in die Familienbezüge, regen dazu an versäumte Entwicklungsschritte anzugehen und nachzuholen.

THERAPIEWIEDERHOLER
Wir sind im Zentrum für Kurzzeittherapie in Waldhausen auf die Behandlung von Therapiewiederholern spezialisiert. Dabei knüpfen wir systematisch an die Vorerfahrungen an. Damit auf die Entwicklungsschritte aufgebaut werden kann, die schon einmal gemacht wurden. Aus den eigenen Erfahrungen lernt man am besten. Daher steht eine genaue Analyse des bereits geleisteten und des Versäumten am Anfang der Therapie.

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20.06.2016
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30.06.2016
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27.07.2015

Rehabilitationseinrichtung Four Steps - Waldhausen
Schorndorfer Straße 1
73547 Lorch-Waldhausen
07031 2181-400
07031 2181-9400
info[at]reha-foursteps.de
Kontaktformular

Ansprechperson für Therapieplatzbewerbungen und Aufnahmeplanung:

Rehabilitationseinrichtung Four Steps
Frau Öztürk
Ringstr. 20
70736 Fellbach