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Start Aktuelles Neuer Vorstandsvorsitzender des VfJ

Neuer Vorstandsvorsitzender des VfJ

Neuer Vorstandsvorsitzender des VfJ

Der Verein für Jugendhilfe hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden


Dr. Gerhard Edel, Vorsitzender Vorstand, wurde nach 22-jähriger Tätigkeit für den Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen e.V. am 30.9.2009 im Rahmen eines Festaktes in den Ruhestand verabschiedet.

Geboren am 13.4.1946 in Stuttgart lernte er Maschinenschlosser, bevor er Sozialpädagogik in Stuttgart und Erziehungswissenschaften an der Universität Tübingen studierte. Er promovierte 1978 in Tübingen. Zwölf Jahre war er Leiter der Erziehungshilfe/Jugendgerichtshilfe und Adoptionsvermittlung beim Kreisjugendamt des Rems-Murr-Kreises in Waiblingen. Unter dem damaligen Vorsitz von Prof. Dieter Fußnegger wurde er am 1.7.1987 beim Verein als Geschäftsführer angestellt. Seit 2002 hat Dr. Edel den Vorsitz im Vorstand inne, nachdem sich der Verein entsprechend dem Kontroll- und Transparenzgesetz eine veränderte Satzung gegeben hatte, die neben einem professionellen Vorstand einen ehrenamtlichen Verwaltungsrat als Kontrollorgan vorsieht.

Unter seiner Geschäftsführung bzw. Vorstandstätigkeit zusammen mit den beiden Fachvorständen Sebastian Kruggel (Jugendhilfe) und Rainer Baudis (Suchthilfe) wuchs der Verein von 120 Mitarbeitern auf heute ca. 350 Mitarbeiter heran. Dies ging einher mit dem Aufbau einer regionalen ambulantorientierten und später verbundorientierten Versorgung junger Menschen und Familien im Landkreis Böblingen und einer Erweiterung und Ausdifferenzierung der Sucht- und Drogenhilfe. Heute ist der Verein für Jugendhilfe Träger von über 30 ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen der Jugendhilfe und der Hilfe für Suchtkranke. Über 100 Mitglieder (Einzelpersonen, Organisationen, Kirchengemeinden und Parteien) unterstützen den Verein für Jugendhilfe seit vielen Jahren. Ganz besondere Herausforderungen waren dabei:

  • 1989-1998 Ausdifferenzierung der Rehabilitationseinrichtung Four Steps von einer Langzeittherapie für Drogenabhängige zu einem Therapieverbund mit Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeit sowie ambulanter Rehabilitation und Tagesklinik. Four Steps eröffnete die erste tagesklinische Rehabilitation für Drogenabhängige bundesweit. Der Therapieverbund fand als bundesweit erster die Anerkennung durch die damalige BfA.
  • 1993 Umgestaltung der Fabrikationsräume (Jacobi) in der Talstraße 37 für ein modernes integriertes Angebot der Jugendhilfe mit Tagesgruppen, betreutem Wohnen, Täter-Oper-Ausgleich kombiniert mit Verwaltungs- und Tagungsräumen.
  • 2000 Übernahme und Ausgestaltung der Drogenhilfeeinrichtungen vom Drogenhilfeverein Unterland e.V. in Heilbronn und Möckmühl (Jugend- und Suchtberatungsstelle und Kontaktladen in Heilbronn, Rehabilitationseinrichtung Jagsttal in Möckmühl), heute eine nachgefragte Rehaeinrichtung für Drogenabhängige.
  • 2002 Aufbau der „JuLe Möckmühl“, Jugendhilfe im Lebensfeld, das integrierten flexible Hilfen aus einer Einrichtung heraus anbietet
  • 2003 Umstrukturierung des Vereins nach dem Kontroll- und Transparenzgesetz: Einrichten eines ehrenamtlichen Verwaltungsrates als Kontrollorgan gegenüber dem hauptamtlichen Vorstand und Aufbau der Stiftung „MenschSuchtHilfe“.  
  • 2004 Aufbau der stationären Jugendhilfe „Distel“ für Mädchen in besonders schwierigen Lebenslagen in Deggenpfronn nach der Auflösung des geschlossenen Einrichtung Schönbühl. Hier wurde ein völlig neues Konzept entwickelt, das eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Calw praktiziert und „Schließung“ als kurzfristige Intervention eingebettet in ein schlüssiges individuelles Betreuungskonzept vorsieht.
  • 2005 Aufbau des suchtmittelübergreifenden Zentrums für Rehabilitation in Fellbach (Four Steps in Kooperation mit Schloss Börstingen) für ambulante, tagesklinische und stationäre Rehabilitation
  • 2005 Aufbau der Jugendhilfeverbünde im Landkreis Böblingen und Beteiligung am Projekt „Wirkungsorientierter Jugendhilfe“

Der Stab als Vorsitzender Vorstand wird weiter gereicht an Herrn Rainer Daum, Bankkaufmann und Betriebswirt, 54 Jahre alt. Er war Verwaltungsleiter von Haus Burgwald, eine Suchtrehabilitationseinrichtung bei Darmstadt, und zuletzt 17 Jahre Leiter der Frankfurter Filiale der Evangelischen Kreditgenossenschaft. In dieser Eigenschaft hat er viele soziale Einrichtungen und Krankenhäuser beraten und betreut. Er ist in diakonischen Einrichtungen ehrenamtlich tätig. Dem Verein für Jugendhilfe ist er bereits seit 2003 als ehrenamtlicher Verwaltungsrat verbunden. Er hat seine Tätigkeit bereits am 1.9.2009 beim Verein für Jugendhilfe e.V. aufgenommen.

Böblingen, den 02.10.2009

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