Suchtprävention

des Vereins für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen e. V.

Prävention will einen riskanten Gebrauch oder die Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen vermeiden sowie suchtartigen Verhaltensweisen (nicht an Stoffe gebundene Süchte) vorbeugen helfen. Die Suchtprävention des Vereins für Jugendhilfe versteht sich als integraler Bestandteil der allgemeinen Gesundheitsförderung im Land Baden-Württemberg und speziell in den Landkreisen, in welchen die einzelnen Einrichtungen aktiv sind. Alle Maßnahmen erfolgen integriert in die örtlichen Suchthilfenetzwerke der jeweiligen Stadt- und Landkreise.

Eine Erfolg versprechende Prävention hat das Ziel,

Wertorientierungen und Verhaltensweisen nachhaltig zu verändern. In einer Gesellschaft, in der Leistung und Konsum Werte sind, die sehr im Vordergrund stehen, ist es für viele Menschen schwierig, menschliche Grundbedürfnisse angemessen zu befriedigen – zum Beispiel den Wünschen nach menschlicher Nähe, nach Entfaltung kreativer Fähigkeiten, nach Ruhe oder Entspannung. Häufig werden als Ersatz und zur Kompensation Suchtmittel konsumiert oder Verhaltensmuster mit Suchtcharakter gewählt, wie z.B. das exzessive Spielen am Computer. Unter Lebenskrisen und biografischen Veränderungen kann dies zu einem immer riskanteren und schließlich manifest süchtigen Verhalten führen.

Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärprävention.

Primäre Prävention richtet sich an (noch) nicht konsumierende Personen, die keine Missbrauchs- oder Suchtsymptomatik zeigen. Mit Sekundärprävention wird der Bereich der Suchtvorbeugung beschrieben, der auf die Beeinflussung bereits bestehenden Suchtmittelkonsums abzielt. Unsere Stärke ist der Bereich der Sekundärprävention.
Ziele setzen wir dabei vor allem auf zwei Handlungsebenen um: der Information und Schulung von Multiplikatoren sowie der von „Endadressaten“. Zusätzlich beteiligen wir uns nach Möglichkeit an einer sinnvollen Öffentlichkeitsarbeit zur Suchtvorbeugung.

Bei der Suchtprävention haben sich unterschiedliche Konzeptrichtungen herausgebildet. Sie unterscheiden sich vor allem darin, worin sie ihre Hauptzielsetzung haben: Kennenlernen alternativer Erlebnisformen (Abenteuer-, Sportpädagogik), Kompetenzförderung, Informationsvermittlung, Bildung/Förderung kritischer Einstellungen, Früherkennung / Frühintervention sowie Normenbildung / Strukturgestaltung.

Wir wollen das machen, was wir gut können! Die Qualität unserer Präventionsmaßnahmen entwickelte sich vor dem Wissens- und Erfahrungshintergrund aus der Behandlung von Suchtmittelabhängigkeit. Unsere Stärken liegen deshalb bei der

Information und Schulung von Multiplikatoren

Informationsvermittlung, Früherkennung von Abhängigkeit und Ergreifen wirksamer Gegenmaßnahmen, Früherkennung / Frühintervention sowie Normenbildung / Strukturgestaltung.

Frühintervention,

um Menschen mit missbräuchlichem und abhängigem Konsummuster eine wirkliche Handlungsalternative aufzuzeigen.

Zielgruppen

Unsere Aktivitäten richten sich dabei an die Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene sowie Erwachsene.

Bei der konkreten Durchführung beteiligen wir nach Möglichkeit ehemals Abhängige. Durch deren Authentizität erfolgt - an der richtigen Stelle eingesetzt - die Wissensvermittlung mit einer emotionalen Qualität, welche z.B. gefährdete junge Menschen in besonderer Weise erreicht.

Konkrete Angebote

Beteiligung bei der Öffentlichkeitsarbeit

Fachkräfte aller Suchthilfeeinrichtungen beteiligen sich bei Aktivitäten in ihrem Einzugsbereich, welche Informationsvermittlung sowie die Bildung/Förderung kritischer Einstellungen zum Ziel haben.

Die Fachkräfte stellen bei diesen Veranstaltungen ihre speziellen Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung und informieren über Zugangs- und Hilfe- und Behandlungsmöglichkeiten.

Früherkennung / Frühintervention bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen sowie Erwachsenen mit auffälligem / riskantem Suchtmittelkonsum

Fachkräfte der Suchtberatungsstellen bieten Frühinterventionsmaßnahmen an. Ziel ist neben der Informationsvermittlung die Bildung und Förderung kritischer Einstellungen zum eigenen Konsummuster bzw. die Aufforderung zum verantwortlichen nicht-schädlichem Konsum von Suchtmitteln.

Dies sind z. B. die Gruppenangebote XX-KLAR bei Alkohol und Cannabis sowie das Frühinterventionsangebot FreD für erstauffällige Cannabiskonsumenten.

Download: FreD Flyer – Heilbronn
Download: XX-Klar Grupenangebot Flyer – Landkreis Böblingen


Information und Schulung von Multiplikatoren mit den Schwerpunkten Früherkennung / Frühintervention

Definierte Fachkräfte der Suchthilfeeinrichtungen bieten Kooperationspartnern die Möglichkeit zur Schulung.

Das Schulungscurriculum bezieht sich thematisch vor allem auf die Themen Früherkennung und Früherreichung bzw. Zuführung zum Hilfekontext.


Kontakt für weitere Informationen oder persönliche Nachfrage:

Jugend- und Suchtberatung/Kontaktladen Heilbronn

Leitung

Helena Resch

Telefon:

07031 2181-501

Telefax:

07031 2181-9501

E-Mail:

resch[at]jugend-suchtberatung-hn.de

Kontaktformular

Suchthilfezentren im Landkreis Böblingen

Leitung

Uwe Zehr

Telefon:

07031 2181-236

Telefax:

07031 2181-9236

E-Mail:

zehr[at]vfj-bb.de

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